WELCOME TO MALI: 12.12.-17.12.

17 12 2009

Bamako-Taraya Bugu ( Bani River)
Km:7270-7520

Nach Dakar ist Bamako eine ganz andere Welt.
Die breiten Boulevards,hohen Gebaeude,modernen Haeuser von Dakar sind hier nicht zu finden, viele Strassen sind voller Schlagloecher und versandet, entlang der Strasse ziehen sich Wellblechhuetten und alte Gebaeude…
Bamako hat einen eher laendlichen , doerflichen Charakter, aber mit dem Fluss Niger der sich durch die Stadt windet doch sehr viel Charme !!
Nur der Ausgehboulevard , mit seinen modernen Kneippen und Clubs laesst einen wissen , dass man sich in der Haupststadt befindet.

Bamakos wunderbare Seite sind die Menschen, die Malier sind sehr zurueckhaltend und hoeflich.Keiner bedraengt einen, es wird Abstand gewahrt, man kann auf dem Markt einkaufen gehen, sich alles in Ruhe anschauen und erhaelt die richtigen Preise,die Kinder freuen sich ueber einen Gruss ohne nach Cadeus zu fragen,die Verkaeuferin im Laden freut sich ueber den Besuch, auch wenn man nachher nichts kauft und egal wo man hinkommt wird man mit einer angenehmen Nichtbeachtung gestraft und wie die Einheimischen behandelt.Gruesst man sie jedoch erhaelt man eine freudige Antwort und ein strahlendes Laecheln, dass von Herzen kommt!!!
Auch die Taxifahrer sind eine freudige Ueberraschung, als wir uns des Nachts durch Bamako fahren lassen um zu den verschiedensten Clubs zu kommen, ist der Fahrer so hoeflich zu warten und uns den Platz zu zeigen um sicher zu gehen, dass es uns auch gefaellt und er uns ruhigen Gewissens hier lassen kann. Ein Anderer hat waehrend der Fahrt eine Panne und organisiert fuer uns in der Rush Hour ein Taxi zum gleichen Preis,obwohl sowohl er als auch der der uebernimmt dabei keinen Profit machen!!

Die Tage vergehen mit Wanderungen entlang des Nigers, an dem die Frauen Waesche waschen, Kinder baden und Kuehe getraenkt werden, einem Spaziergang durch Bamako,anstrengenden Visagaengen, bei denen ich lerne dass Passfoto nicht gleich Passfoto ist und so zu wunderbaren Passfotos an einer Strassenecke gelange, aufgereiht auf einer Bank sass ich neben Maliern ,vor einem Bettuch, und wartete bis der Fotograf einmal die ganze Reihe durchgeknippst hatte!!

Der Silbermarkt in Bamako ist einzigartig und bietet wunderbaren Schmuck der Touaregs und anderer Tribes an.

Beim Ausgehen geniessen wir wunderbare Griot Musik um anschliessend woanderst auf die moderne importierte Musik zu treffen, die im Vergleich doch viel weniger Rhythmus und Feuer hat!

Die Fahrt nach Taraya Bugu gestaltet sich angenehm, denn auch die Polizeikontrollen sind hier nur ein Durchfahren ohne Angehalten zu werden.
Die Fahrt auf der Piste fuehrt uns durch eine Steppenlandschaft bis zum Fluss Bani.
Ein unerwartet breiter und tiefer Fluss, der in eine wunderschoene Landschaft, aus Eukalyptusbaeumen,Feldern und kleinen Lehmsiedlungen, eingebettet ist.
Auch hier sind die Menschen so freundlich und zurueckhaltend, dass es einem unglaublich vorkommt
Ueberall wird auf den Feldern geerntet und es sieht wunderschoen aus, wie die Frauen, in ihren bunten Kleidern,auf den Feldern stehen und das Getreide durch einen Sieb lesen waehrend sie in riesige Getreidewolken eingehuellt werden.
Es ist Marktag und alle sind auf dem Weg zu diesem Dorf, mit den Eselskarren, zu Fuss, elegant die Ware auf dem Kopf balancierend, und mit den kleinen Mopeds auf denen sogar drei Leute Platz haben!!
Kleine Kinder jagen Ziegen und Schafe durch die Gegend und jubeln wenn sie einem einen Tritt verpassen konnten!!
Nach 2 wuderschoenen Tagen mitten im Nirgendwo zwischen diesen, vom Westen unbeeinflussten, Doerfen geht es weiter Richtung Djenne..





12.12.

12 12 2009

Flug:
Dakar – Bamako
Miles: 643





07.11.-11.12.

11 12 2009

Joal-Fadiout- Saloum Delta
Km: 7110-7270

Direkt am Atlantik und am Beginn des Deltas liegen Joal und Fadiout.
Fadiout ist ein kleines Fischerdorf , auf einer noch kleineren Insel, dass nur über eine Holzbrücke mit dem Festland verbunden ist.
Es besteht aus lauter kleinen bunten Häusern, die eng an eng stehen und deren Außenwände mit Muscheln verziert sind.
Die Gassen sind eng, manchmal steht man fast im Schlaf- oder Wohnzimmer eines Hauses, und jedes Wegchen ist mit Muscheln bestreut.
An den Stränden suhlen sich bei Ebbe die Schweine, kleine Jungen waschen ihre Pferde im Salzwasser und die Frauen tragen ihr Getreide zu kleinen Hüttchen auf Stelzen die im Wasser stehen. Diese Aufbewahrungsorte dienen zum Schutz des Essens, falls im Dorf ein Feuer ausbrechen sollte, auch das Feuerholz wird auf Stelzen zwischen den Mangroven aufbewahrt.
Beide Dörfer sind sehr bekannt für ihr interreligiöses zusammenleben, Moslems und Christen teilen sich sogar auf einer weiteren Insel einen kleinen Friedhof der von Baobabs beschattet wird.
Am Abend , wir haben unser Zelt in einem Ausbildungsinstitut direkt am Strand aufschlagen dürfen, schallt über das Wasser der abendliche Ruf des Muezzin und das beleuchtete Kreuz der Kirche spiegelt sich im Wasser…

Die Piste ins Delta führt uns vorbei an Kuhherden, mit langen Hörnern, kleinen Lehmhütten und Salzseen in denen die Frauen Salz gewinnen.
Der Camping direkt am Strand gelegen, bietet an den Abenden ein tolles Schauspiel.
Direkt am Strand trainieren die senegalesischen Wrestler, betreut von einem Trainer der, wie wir erfahren, mal Champion war.
Über 30 Männer und Jungen liefern sich hier, nur in Shorts bekleidet, schnelle Kämpfe die maximal ein paar Minuten dauern.
Allesamt sehr muskulös und die Körper mit feinstem Sand bedeckt!!
So haben wir also, nachdem wir es in Dakar verpasst haben, doch noch das so berühmte senegalesische Wrestling gesehen!!!
.Das ganze Delta ist ein Labyrinth aus Mangroveninseln und kleinen einsamen Sandstränden und wunderschön.
Das Delta selbst und die Mangrovenwälder erleben wir auf einem Boot.
Während uns die Wellen ins Gesicht spritzen und die Sonne einen sofort wieder trocknet genießen wir die vorbeiziehenden Dörfer, in denen Austern gesammelt werden, und die buntbemalten Pirougen der Fischer.





2.12.-7.12.

7 12 2009

2.12.-7.12.
Dakar,Dakar,Dakar!!
Trotz dessen, dass es die selbsternannte Hauptstadt Westafrikas ist, ist Dakars Zentrum sehr überschaubar und klein.An jeder Ecke ist ein kleiner Markt oder Gemüsestände und wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass man in jeder Strasse 3 neue Freunde findet, die einem nur mal schnell ihren Laden zeigen wollen, dann ist es angenehm durch die Stadt zu wandern!
Die Frauen in Dakar sind wunderhübsch,entweder sehr freizügig und stylish , oder in wunderschönen traditionelle Kleider gehüllt, egal wie gekleidet die High Heels fehlen in keiner noch so sandigen Gegend!!
Aus ein paar Tagen wurde über 1 Woche…voller Erlebnisse…
Die Insel Ile de Goree, ist ein kleines Paradies. Alte im Kolonialstil erbaute Häuser, an denen sich Hibiskusblüten empor ranken, enge sandige Gassen und kleine schattige Plätzchen , auf denen sich die Senegalesen für einen Plausch treffen.
Die Gemütlichkeit lässt einen leicht ihre Geschichte vergessen, nur dass Haus der Sklaven ruft einem die Grausamkeit der Sklaventransporte nach Amerika in Erinnerung…
Wir erhielten eine Einladung zu einer Diplomatenparty, die einem einen Einblick in das Leben der Ausländer in Dakar gab , dass doch ein bisschen wie eine eigene Welt in diesem Land erscheint!!
Wir waren auf einem Konzert von Rokia Traore, einer malischen Sängerin, der man mit ihren langsamen Liedern nicht diese Kraft und Energie zu getraut hätte, bei einem Konzert alle so sehr mitzureißen, dass es keinen mehr auf seinem Stuhl hielt und die Sängerin selbst in der Menge mittanzte!!
Das Highlight des Konzerts war die Backgroundsängerin die zum Schluss einen Solotanz hinlegte, dabei ihren Körper hinreißend fibrieren ließ und das ganze Publikum in Begeisterung ( besonders die Männer) versetzte.
Dakar hat eine riesige Auswahl an Clubs und Bars und so endeten wir in einem kleinen Freiluftclub am Atlantic, mit einer Tanzfläche unter alten Bäumen und toller senegalesischer Musik!
Fazit : Dakar ist eine Stadt in der es sich wunderbar leben lässt und der wir keine der uns angekündigten negativen Erfahrungen gemacht haben!!





29.11.-2.12.

2 12 2009

Dakar,Dakar!!!
Km: 6910- 7110
Zuallererst,
Vielen Dank an Devin und Michael, 2 sehr sympathische Amerikaner die in Dakar ihr Apartment mit uns teilen!!
Die letzten 30 Kilometer nach Dakar haben wir, um die Polizeikontrollen zu umgehen, am Strand zurückgelegt.
Der Mercedes hat sich schlingernd über den feuchten Sand gekämpft, den Wellen ausweichend und immer wieder durch ein Fußballfeld rasend…
Dakar ist die Stadt der Sportfanatiker.
Gegen Abend verwandelt sich die Hauptstrasse am Atlantik, jeder kleine Strand und Sandplatz zum Fitnesscenter. Selbstgebaute Geräte und Autoreifengewichte werden von unzähligen Männern belagert, selbst der Masten einer Strassenlaterne dient zu Dehnungszwecken. Eng an eng joggen hundert Männer den kurzen Strand auf und ab und ganz Dakar scheint im Fitnessfieber zu sein!
Ein verrückter Anblick!!
Die Sammelbusse, bunt bemalt, und in der Rush Hour komplett überfüllt, so dass man sich noch über einen Platz auf der hinteren Rampe freut!
Der Kassierer betäubt einem die Ohren mit der Münze die er mit voller Kraft an das Busdach schlägt, je nachdem ein Zeichen für den Fahrer anzuhalten oder weiter zu fahren.
Die Strassen überfüllt mit Erdnussverkäuferinnen, Autoputzern, Handyverkäufern, kleinen frechen Strassenkindern und Ständen an denen man von der Unterhose bis zu deutschen Zeitschriften alles bekommt!!
Eine Stadt die vor Lebensfreude nur so sprüht!!





Senegal 25.11-29.11.

29 11 2009

Nouakchott- St Louis
Km:6590-6910
Momentan nur zu zweit und mit dem Mercedes unterwegs fliegen die Kilometer bis zur Grenze nur so dahin.
Die schnelle Fahrt wird nur durch immer wieder auf der Strasse auftauchende Ziegen, Kühe und insgesamt 10 Polizeikontrollen auf 200 Kilometern gehemmt!
Die letzten 80 Kilometer sind Piste entlang an Sümpfen und kleinen Seen, mit Flamingos und Reihern…Die immer wieder unerwartet auftauchenden Krater in der Strasse kosten viel Nerven und Schweiß , komplett eingestaubt erreichen wir die Grenze.
Auf mauretanischer Seite läuft alles schnell und ohne Probleme ab, trotz gegenteiliger Behauptungen, können wir sagen , dass Polizei und Militär in Mauretanien sich immer korrekt verhalten hat !
Auf der senegalesischen Seite lassen sich die Beamten Zeit und am Zoll versucht uns ein Beamter mit Unterstellungen und dem Argument wir würden zu viel reden um 50 Euro zu bringen. Dank eines Schichtwechsels bleibt uns das, bis auf stundenlanges Warten, erspart!!
Nach etlichen Kontrollen kommen wir in die Stadt und landen mitten im afrikanischen Strassenleben, Musik an allen Ecken, Strassenrestaurants, Fußballer auf dem Gehsteig und bunte alte, überfüllte Busse, die sich durch den Verkehr drängeln.Der islamische Einfluß ist hier kaum spürbar, die Frauen sind sehr freizügig und alles wirkt ungezwungener und freier.
Die Campside ist mitten im Nationalpark gelegen , direkt am Senegal River, an dessen Strände Tausende von Krabben umher wuseln…
Es ist so gemütlich hier mit all den Hängematten und dem einsamen Atlantikstrand dass wir erstmal gar nicht mehr weg wollen!
Bei unserem Trip nach St.Louis , dass eine wunderschöne kleine französisch angehauchte Altstadt hat, die auf einer kleinen Insel im Fluß liegt, geraten wir gleich in eine der gefürchteten Polizeikontrollen.
Beim Ausweichen haben wir den Blinker vergessen, was uns 10 Euro kosten soll. Nachdem Daniel sich beim Postenchef entschuldigt hat, zahlen wir nur 3 Euro.
Bei der Rausfahrt, wir haben versucht an alles zu denken, alle angeschnallt, das richtige Licht an, langsam fahren und immer den richtigen Blinker an, müssen wir wieder anhalten. Diesmal wollen sie einen Feuerlöscher sehen, da wir den nicht haben, erklären wir nicht zu verstehen was gewünscht ist. Daraufhin machen sie ihn uns pantomimisch vor und wollen zur Strafe 10 Euro.
Daniel entschuldigt sich mehrmals und gibt mit den Worten „ Tomorrow I go and buy fire in Town“ an nicht zu verstehen was sie wollen.Der Polizist ist die ewigen Wiederholungen und unser Nichtverstehen leid und findet es selbst lustig, dass wir in der Stadt Feuer kaufen wollen, ich konnte bei diesem absurden Theater und Daniels Gestammel nur noch lachen, der Beamte stimmte ein und ließ uns mit einer Strafe von 3 Euro ziehen!
Wie wir danach herausfinden gibt es wirklich ein Gesetz , dass einen Feuerlöscher vorschreibt und sogar 2 Warndreiecke!
Die Tage in St.Louis vergehen wie im Flug und trotzdem freuen wir uns nun auf das Großstadtleben in Dakar.
Vielleicht klappt diesmal der Versuch in einen Club zu gehen!





22.11-25.11.

24 11 2009

Nouakchott
Es sind viele Polizeikontrollen zu bewältigen, bis man ins Stadtzentrum vordringt, die Stadt selbst hat einen Dorfcharakter…kaum Gebäudekomplexe, wenig Verkehr, sehr sauber und wenig Menschen auf der Strasse, alles wirkt sehr gemütlich…
Die Auberge, eine kleine grüne Oase, inmitten der Stadt …in den 3 Tagen hier hören wir viele faszinierende Reisegeschichten von anderen Overlandern….
Die Mauretanier sind sehr höflich, aber zurückhaltend, nur beim Frauen anmachen verlieren sie jede Zurückhaltung , sehr schnell ist man über den Singlestatus informiert und über den eigenen abgefragt und häufig ist der erste Satz“ you are so beautifull“!! Dabei sind die einheimischen Frauen,viele aufgestylt im westlichen Stil, viel schöner anzuschauen!!
Nouakchott hat wenig an Sehenswürdigkeiten zu bieten, dafür aber einen überaus faszinierenden Fischerstrand mit angeschlossenem Fischmarkt…Eine riesige offene Betonhalle, in der hunderte von Fischbergen liegen, die Händler lautstark ihre Ware anpreisen, die Fischschuppen, die mit Hölzern entfernt werden, nur so fliegen, überall Fischköpfe und Innereien den Boden überschwemmen, Männer mit Fischkisten auf den Schultern durch die Halle hetzen und Frauen Süßigkeiten und Wasser verkaufen…
Am Strand ist ein heilloses Durcheinander, in den Abendstunden kommen die Fischerboote vom Meer zurück , sie müssen erst einmal über die Brandung hinweg an den Strand gelangen, dann wird der Fisch in Kisten geschmissen und in die Halle im Eilschritt transportiert….Die Holzboote, bunt bemalt, werden unter dem Kommando des Ältesten und viel Kraftaufwand auf den Strand hinauf geschoben, während Andere schon ihr Abendgebet, inmitten des Trubels, am Strand verrichten…
Esel, mit schwer beladenen Karren, mühen sich am Strand entlang, während ihre Besitzer, fröhlich mit den Beinen baumelnd, mit Stöcken auf sie einschlagen…
Dieser Strand ist voller Leben und schöner Bilder, die sich leider nicht einfangen lassen, da die Mauretanier hier auf Fotos, verständlicherweiße, aggressiv reagieren.
Die 3 Tage sind mit Einkaufen, Ausruhen und Versicherung abschließen schnell vorbei gegangen und morgen geht es über die Grenze in den Senegal.





Mauretanien 18.11.-22.11.

22 11 2009

 Nouadhibou-National Parc du Banc d’Arguin- Nouakchott

 Km:6140-6590

Nouadhibou ist auf den ersten Eindruck gleich eine afrikanische Stadt.Auf der Strasse herrscht ein bunter Trubel, überall sind kleine Stände am Strassenrand,der Wind weht den Müll durch die Strassen und alles wirkt sehr lebendig.Ein ständiges „Tssst Tssst“ verfolgt einen um die Aufmerksamkeit zu erregen, ob Händler, Taxifahrer oder Neugieriger hier entsteht so der erste Kontakt!!

Am Kap der Halbinsel, auf der Nouadibou liegt, ein wunderschöner kleiner Nationalpark der auf den Klippen liegt, zum Teil umgeben von hellen Sandstränden an denen Schiffwracks liegen. Von den erhofften Robben sehen wir nur eine, da die Robbenkolonie im Militärsperrgebiet lebt. Auf dem Weg dorthin kommen wir an dem so häufig erwähnten Kohlezug vorbei, der mit 22 Tonnen und über 250 Waggons überaus langsam das Land durchquert…

 Am Abend lernen wir auf der Strasse einen jungen Mann kennen , der uns von einem HipHop Konzert in der Stadt erzählt. Daniel und ich wollen hingehen,vor dem Eingang eine riesige Menschenmasse die hineindrängt.Plötzlich wogt die Menschenmasse zurück, die Türsteher sind mit Knüppeln auf die Leute los!!Nach 3 Versuchen und unabsichtlich erregtem Aufsehen, als Daniel eine Zigarette dreht, und wir plötzlich von aggressiven Straßenkids umringt sind, und einem gescheiterten Versuch uns mit nicht vorhandenen Sprachkenntnissen einer Gruppe anzuschließen geben wir auf!Was mich so sehr fasziniert hat, wie aufgestylt und freizügig die Frauen, in diesem islamischen Land, beim Ausgehen sind!!

Die Landschaft auf dem Weg in den Park du Banc d’Arguin hat sich, im Vergleich zu Marokkos ewigen Gerölllandschaften, verändert. Endlose Weiten, Sanddünen und Akazien säumen den Strassenrand.In den Weiten erscheinen immer wieder Kamelherden die sich gemächlich fortbewegen. Ab und zu kleine Ansiedlungen aus Wellblechhütten, die bei der Mittagshitze menschleer sind.

Die sandige Piste zum Park eine weitere Herausforderung für den Mercedes.Eigentlich unbefahrbar versuchen wir es trotzdem.Die ersten sandigen Stellen gehen noch, dann gräbt er sich ein. Mit viel Geschiebe wird er befreit. Bei der nächsten Stelle geht nichts mehr, wir müssen ihn ausgraben und vom Landrover rausziehen lassen. Dabei hilft uns ein alter Tuareg, der mit seinen 2 Kamelen unseren Weg kreuzt. Mit seiner traditionellen Kleidung, der alten Hornbrille und seiner ruhigen Art wirkt er sehr ehrwürdig . Unwirklich erscheint hier mitten im Nirgendwo nur sein klingelndes Telefon!!

Die paar Dörfer, die es im Park gibt, leben von der Fischerei und den Touristen. Sie sind komplett abhängig von der Wasserversorgung aus der Hauptstadt, denn Süßwasser gibt es hier nicht. Alles ist sehr ärmlich und die Kinder haben fast alle Augenentzüdungen von dem ständig wehenden Sand.

Die großen Scharen an Vögeln bleiben uns leider verwehrt, da sie nur in den Mangroven zu sehen sind und man dafür ein Boot braucht was so kurzfristig nicht zu organisieren ist. Der Rückweg gestaltet sich unproblematisch, nachdem uns ein Weg um die Dünen herum gezeigt wird.

 Der Sternenhimmel wunderschön in dieser stromfreien Umgebung, stundenlang mag man nur in den Himmel schauen und den Sternschnuppen bei ihrem Verglühen zu schauen…

Auf dem Weg nach Nouakchott, der Haupstadt, erleben wir das faszinierendste Naturschauspiel, dass ich je gesehen habe.Der Sandsturm erscheint aus dem Nichts, alles färbt sich dunkel, nur die Dünen scheinen noch golden in der verdunkelten Sonne. Der Sand verweht die Strassen, wie dunkle Flecken tauchen die Akazien im Sand auf und alles ist innerhalb von Minuten mit feinstem Sand bedeckt Den ganzen Weg nach Nouakchott begleitet er uns und die Stadt erscheint wie im Dunst.





18.11.

18 11 2009

 

El Guerarat-Nouadibou

Km:5990-6140

 

Grenzgänge….

Nachdem die Abwicklungen an der Grenze langwierig zu sein scheinen, sind wir pünktlich um halb neun an der marokkanischen Grenze, diese ist jedoch noch geschlossen und kein Grenzposten zu sehen…Mit Verspätung öffnet die Grenze und die lange Autoschlange bewegt sich langsam Richtung eines alten Holztisches an dem die Fiches ausgefüllt werden…. 100 Meter weiter steht das Auto wieder…Abgabe der Pässe..die Menschenmenge vor der Ausgabe riesig, ein kleines Häusschen mit einem noch kleineren Fenster, aus dem eine heißere Stimme einmal, zweimal den Namen des Paßträgers herausruft, erscheint er nicht wandert der Paß zurück auf den Stapel.Die Namen schwer verständlich und stark verändert, man muß also genau hinhören!!

Das Auto weitere 50 Meter vorwärts bewegt,Ausfuhrbescheinigung erteilt, gleiche Stelle Zollkontrolle…wir haben Glück andere müssen das Auto komplett ausräumen..100 Meter weiter die Militärkontrolle…insgesamt 3 Stunden später das Niemandsland..die Piste nicht immer gut zu erkennen, rechts und links unmengen Autowracks und das Minenfeld..Daniel und ich quälen uns im Mercedes unvorstellbar langsam voran…die anderen Autos schon lange nicht mehr in Sicht.

Endlich durch und in der Schlange vor dem Tor nach Mauretanien, Daniel und ich drängeln uns vor und stehen plötzlich im Gegenverkehr, überall stehen Autos quer, Laster wollen vorbei und nichts geht mehr..einer der LKWs hängt sich an einem der Steine auf , der Tank ist durch ,Benzin läuft aus, der Laster ist in Schieflage kippt halb auf das Auto hinter uns,der Besitzer regt sich auf, Daniel bringt sich in Sicherheit und der Laster schafft es vorbei!!

Eineinhalb Stunden warten, endlich Mauretanien, Zollkontrolle,sie schauen fast nicht, wollen auch keine Geschenke und sind sehr freundlich,der eine schüttelt verzweifelt den Kopf und scheint uns für verrückt zu erklären weil wir so garnichts verstehen..Militärkontrolle in einem kleinen Häusschen in dem nach jedem Eintritt die Tür geschlossen wird, der Beamte höflich, schließt jedoch Daniel ein, da er ein Geschenk möchte!!

Nach der Erklärung diese seien im Auto lässt er ihn ziehen..weitere 100 Meter vorgerückt, Polizeikontrolle…und nocheinmal 100 Meter Customs und Versicherung abgeschlossen…

Nach insgesamt 7 Stunden sind wir durch…keine Geschenke verteilt, kein Schmiergeld bezahlt, Grenzposten nett, die Schauermärchen haben sich nicht bewahrheitet!!

 

 





15.11-17.11

17 11 2009

 

West-Sahara

Layonne-Dakhla-El Guerarat

Km:…-5990

Die West-Sahara, ein von Marokko annektiertes Gebiet,besteht aus 1000 Kilometer gerader Landstrasse, entlang des Atlantiks, umgeben von einer Gerölllandschaft, in der immer wieder Sanddünen auf die Strasse wandern.

Das Land wirkt leer und einsam.Vereinzelt warten Menschen am Strassenrand auf ein Taxi, nirgendwo ist eine Behausung zu sehen und man wundert sich immer wieder woher sie wohl kommen..

Selten gibt es ärmliche Hütten, erbaut aus Steinen und Plastikplanen die sich an den Klippen entlang ziehen.Fischerfamilien, denen meine ganze Bewundderung für das Überleben hier gilt.

Vereinzelt Zeltdörfer, die aussehen wie Flüchlingslager.Laut des Reiseführers leben viele der Saharawis immer noch dort.

Layonne die erste Stadt in West-Sahara von Militär überlaufen.Unsere Durchfahrt wird an einer Kreuzung gestoppt, da ein Marathonlauf stattfindet.

Ein bunter Haufen angeführt von Afrikanern und Arabern, die Europäer bilden das Schlußlicht, läuft in der Mittagshitze vorbei, zuletzt kommen Frauen mit langer Kleidung und Kopftuch.Alle Achtung vor diesen Leistungen bei dieser Hitze!!!

Die Fahrt wird immer wieder unterbrochen von Polizeikontrollen, bei denen wir jedesmal rausgewunken werden.Die Polizisten im allgemeinen freundlich, jedoch nicht immer sachlich.So freut sich der eine das Barbara und ich scheinbar Singles sind, der nächste fragt nach einer Zigarette die er bei einem intensiven Blick in meine Tasche entdeckt hat und der nächste erzählt uns auf französisch etwas über unsere Bundeskanzlerin!!

Immer wieder befinden sich in Straßennähe, relativ neuerbaute leere Siedlungen…der Wunsch Marokkos hier Marokkaner anzusiedeln scheint trotz Steuervergünstigungen nicht überall zu funktionieren.

Dakhla befindet sich auf einer Landzunge mit schönen Sandlandschaften.Hier ist der Sammelpunkt für Reisende nach Mauretanien.

Auch hier überall Militär und der Campingplatz überlaufen mit Rallyeteilnehmern.

Ein Italiener, der mit dem Motorrad unterwegs ist, hat sich irgendwo einen Affen angeschafft, der den ganzen Campingplatz in Aufruhr hält.Mal trinkt er hier eine Milch, mal klaut er dort etwas.

Wie es wohl aussehen mag wenn der Affe sich bei 180 km/h auf dem Motorrad festklammert?

Das Motel,80 km vor der Grenze, unsere letzte Nacht in Marokko,wir treffen eine deutsche Gruppe , die ohne Visa an der mauretanischen Grenze abgewiesen wurde, sie erzählt uns Schauermärchen vom Grenzübertritt…