Bamako-Taraya Bugu ( Bani River)
Km:7270-7520
Nach Dakar ist Bamako eine ganz andere Welt.
Die breiten Boulevards,hohen Gebaeude,modernen Haeuser von Dakar sind hier nicht zu finden, viele Strassen sind voller Schlagloecher und versandet, entlang der Strasse ziehen sich Wellblechhuetten und alte Gebaeude…
Bamako hat einen eher laendlichen , doerflichen Charakter, aber mit dem Fluss Niger der sich durch die Stadt windet doch sehr viel Charme !!
Nur der Ausgehboulevard , mit seinen modernen Kneippen und Clubs laesst einen wissen , dass man sich in der Haupststadt befindet.
Bamakos wunderbare Seite sind die Menschen, die Malier sind sehr zurueckhaltend und hoeflich.Keiner bedraengt einen, es wird Abstand gewahrt, man kann auf dem Markt einkaufen gehen, sich alles in Ruhe anschauen und erhaelt die richtigen Preise,die Kinder freuen sich ueber einen Gruss ohne nach Cadeus zu fragen,die Verkaeuferin im Laden freut sich ueber den Besuch, auch wenn man nachher nichts kauft und egal wo man hinkommt wird man mit einer angenehmen Nichtbeachtung gestraft und wie die Einheimischen behandelt.Gruesst man sie jedoch erhaelt man eine freudige Antwort und ein strahlendes Laecheln, dass von Herzen kommt!!!
Auch die Taxifahrer sind eine freudige Ueberraschung, als wir uns des Nachts durch Bamako fahren lassen um zu den verschiedensten Clubs zu kommen, ist der Fahrer so hoeflich zu warten und uns den Platz zu zeigen um sicher zu gehen, dass es uns auch gefaellt und er uns ruhigen Gewissens hier lassen kann. Ein Anderer hat waehrend der Fahrt eine Panne und organisiert fuer uns in der Rush Hour ein Taxi zum gleichen Preis,obwohl sowohl er als auch der der uebernimmt dabei keinen Profit machen!!
Die Tage vergehen mit Wanderungen entlang des Nigers, an dem die Frauen Waesche waschen, Kinder baden und Kuehe getraenkt werden, einem Spaziergang durch Bamako,anstrengenden Visagaengen, bei denen ich lerne dass Passfoto nicht gleich Passfoto ist und so zu wunderbaren Passfotos an einer Strassenecke gelange, aufgereiht auf einer Bank sass ich neben Maliern ,vor einem Bettuch, und wartete bis der Fotograf einmal die ganze Reihe durchgeknippst hatte!!
Der Silbermarkt in Bamako ist einzigartig und bietet wunderbaren Schmuck der Touaregs und anderer Tribes an.
Beim Ausgehen geniessen wir wunderbare Griot Musik um anschliessend woanderst auf die moderne importierte Musik zu treffen, die im Vergleich doch viel weniger Rhythmus und Feuer hat!
Die Fahrt nach Taraya Bugu gestaltet sich angenehm, denn auch die Polizeikontrollen sind hier nur ein Durchfahren ohne Angehalten zu werden.
Die Fahrt auf der Piste fuehrt uns durch eine Steppenlandschaft bis zum Fluss Bani.
Ein unerwartet breiter und tiefer Fluss, der in eine wunderschoene Landschaft, aus Eukalyptusbaeumen,Feldern und kleinen Lehmsiedlungen, eingebettet ist.
Auch hier sind die Menschen so freundlich und zurueckhaltend, dass es einem unglaublich vorkommt
Ueberall wird auf den Feldern geerntet und es sieht wunderschoen aus, wie die Frauen, in ihren bunten Kleidern,auf den Feldern stehen und das Getreide durch einen Sieb lesen waehrend sie in riesige Getreidewolken eingehuellt werden.
Es ist Marktag und alle sind auf dem Weg zu diesem Dorf, mit den Eselskarren, zu Fuss, elegant die Ware auf dem Kopf balancierend, und mit den kleinen Mopeds auf denen sogar drei Leute Platz haben!!
Kleine Kinder jagen Ziegen und Schafe durch die Gegend und jubeln wenn sie einem einen Tritt verpassen konnten!!
Nach 2 wuderschoenen Tagen mitten im Nirgendwo zwischen diesen, vom Westen unbeeinflussten, Doerfen geht es weiter Richtung Djenne..